„Die kreative Gestaltung mit Farbe ist die schönste Form der Nachhaltigkeit.“

Liebe Kunden, Partner und Fans,

als Geschäftsführer der vierten Familiengeneration blicke ich voll Stolz auf unser Unternehmen. Ein Familienunternehmen, das unabhängig und werteorientiert agieren kann. Das Mitarbeiter hat, die täglich dazu beitragen, dass wir unsere Verantwortung in der Welt wahrnehmen. Wahrnehmen können, weil wir unsere Entscheidungen systematisch nach nachhaltigen Aspekten treffen. Und weil wir verzichten können, wenn es ökonomisch, ökologisch oder sozial nicht passt.

Unser Unternehmenssitz und einziger Standort ist Hallerndorf bei Forchheim, mitten im Grünen, mitten im schönen Franken. Das ist meine, das ist unsere Heimat.
Hier schauen wir aus dem Fenster und genießen den Blick auf die fränkische Schweiz. Hier sind wir Bestandteil einer Gemeinde und tragen Verantwortung für die Region. Hier leben unsere Mitarbeiter und unsere regionalen Partner. Das wissen, das schätzen und das fördern wir.

KREUL ist Deutschlands älteste Künstlerfarbenfabrik. Aber im Denken und Handeln sind wir modern und befassen uns mit den Herausforderungen der Zukunft. Traditionelle Marktregeln werden gebrochen. Die Digitalisierung prägt die Wirtschaft. Der Umgang mit Ressourcen verändert sich rasant. Und nachhaltiges Handeln ist die Kernaufgabe für uns und nachfolgende Generationen.
Wir müssen andere Wege gehen, um die Welt lebensfähiger, lebenswerter und fairer zu gestalten. Dabei wird es nicht helfen in Schwarz und Weiß zu denken.
Vielmehr geht es darum Farbe zu bekennen.

Dr. Florian Hawranek

„Die richtige Balance von Nachhaltigkeit und Qualität.“

Bei Produktentwicklung und Herstellung sind wir nicht kosten-, sondern qualitätsgetrieben. Unser Labor bestimmt den Einkauf. Dabei gilt: Nachhaltigkeit: Ja – Kompromisse bei der Qualität: Nein. Dieser Anspruch ist nachvollziehbar: Denn je länger unsere Farben verwendet werden können, desto länger freuen sich Umwelt und Verwender. Hochwertige Gebinde sorgen zudem dafür, dass die Farben lange stabil bleiben.

Rohstoffe aus nachhaltiger ressourcenschonender Gewinnung werden bei Neuheiten und der Optimierung bestehender Rezepturen bevorzugt, solange sie das hochwertige Erlebnis im Umgang mit unseren Farben gewährleisten.
 

„Nachhaltige Rohstoffe natürlichen Ursprungs.“

Unser internes Programm "Feel good" sieht vor, Rezepturen neuer Produkte zu mindestens 60 % aus nachhaltigen Rohstoffen natürlichen Ursprungs herzustellen. Ebenso suchen wir gemeinsam mit Lieferanten immer nach besseren Alternativen für bestehende Rezepturen. Einige Beispiele:

  • 98,5% unserer Farben werden bereits auf Wasserbasis produziert.
  • Die Basis des KREUL Transfer Markers ist ein Nebenprodukt der Rübenverarbeitung.
  • Die Basis der KREUL Glas- und Porzellanmalfarben ist das Nebenprodukt einer Pommes-Produktion.
  • Standard-Ethanol haben wir durch Bio-Ethanol ersetzt. Dieser stammt aus deutschem Roggenanbau, der nicht für die Lebensmittelproduktion verwendet werden kann.

„Nähe ist ein entscheidender Faktor beim Rohstoff-Einkauf.“

KREUL entwickelt und stellt nahezu alle Farben in Hallerndorf her. Damit wir beim Einkauf der Rohstoffe kurze Wege gewährleisten, suchen wir zunächst immer in der Region – und bevorzugen dabei Lieferanten, die ebenfalls nachhaltig denken und handeln. Im Idealfall sitzt ein Anbieter im Nachbardorf. Erst dann erweitern wir unseren Such-Radius auf Deutschland und dann Europa.

Durch die enge geografische Fokussierung können wir das hohe Qualitätslevel unserer Produkte besser sichern und lange Transporte über Kontinente hinweg vermeiden. Zudem können wir uns durch die Nähe besser mit Lieferanten austauschen – und so gemeinsam überlegen, wie die Produktion noch nachhaltiger und sinnvoller gestaltet werden kann.
 

„Holz aus zertifiziertem Anbau.“

Sie sind unverzichtbar für Künstler und Kreative - Keilrahmen, Staffeleien, verschiedene Holzuntergründe für Dekorationen sowie Zeichen- und Skizzenblöcke. Aber auch, wenn wir das Zubehör nicht selbst herstellen, achten wir bei der Beschaffung darauf, dass das Holz bzw. die Zellulose dafür aus FSC®-zertifiziertem Anbau stammt.

Das Forest Stewardship Council® (FSC®) ist eine globale, gemeinnützige Organisation, mit dem Zweck verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung weltweit zu fördern. FSC® definiert Standards für eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung nach festgelegten Prinzipien, die von Interessenvertretern aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Wirtschaft entwickelt und getragen werden. Für weitere Informationen besuchen Sie www.fsc.org.

„Modulare Fertigung für einen effizienten Rohstoffeinsatz.“

KREUL füllt pro Jahr mehr als 5.000.000 Gebinde mit Farbe in Gläser, Flaschen, Dosen oder Pens ab. Dazu haben wir unseren internen Produktionsablauf so verbessert, dass wir täglich nur wenige, dafür aber große Mengen Grundfarbe als Halbfabrikate ansetzen müssen. Daraus werden die verschiedenen Farbtöne der unterschiedlichen Produktreihen hergestellt, das geschieht mit den Farb-Pigmenten. So reduzieren wir den Energieaufwand und optimieren den Rohstoffeinsatz.

Teilweise verwenden wir auch bereits vorgemischte Rohstoffe, um zusätzlich die Anzahl der Lieferungen zu minimieren. Durch die regelmäßige Abstimmung mit dem Vertrieb versuchen wir kurzfristig aufwändige Nachproduktionen für kleine Mengen deutlich zu reduzieren. Auch das spart Ressourcen.
 

„Weniger Müll durch optimierte Abläufe.“

Wo Rohstoffe angeliefert, verarbeitet und als fertige Produkte versandt werden, müsste viel Müll entstehen. Sollte man meinen. Nicht jedoch, wenn die Abläufe über Jahrzehnte verbessert wurden.

  • Indem wir große Mengen Farbe ansetzen, um daraus kleine Mengen verschiedener Produkte abzufüllen, reduzieren wir nicht nur den Rohstoffeinsatz, sondern auch den Einsatz der Transportfässer.
  • Große IBC (Intermediate Bulk Container = würfelförmige Container) für Lagerung, Verarbeitung und Transport haben wir einmalig angeschafft und können sie immer wieder verwenden.
  • Im ganzen Betriebsgelände verwenden wir blaue Mehrweg-Klappboxen – für die interne Logistik und oft sogar als Transport-Verpackung zum Handel.
  • Bei notwendigen Kartonagen legen wir Wert auf einen hohen Recyclinganteil und bestellen über 98 % regional im Umkreis von weniger als 100 km.
  • Für unsere Etiketten nutzen wir Standardvorlagen, die mit Low Migration Farbe je nach Produkt individualisiert werden.
  • Durch den Verzicht von Schrumpffolien konnten wir seit dem Jahr 2013 unsere Folienverpackungen um 80 % reduzieren.
  • Da unsere Verkaufsverpackungen dem Recycling-System zugeführt werden, haben wir beispielsweise allein im Jahr 2017 31,7 t CO2 Emissionen eingespart.
  • Lösemittelhaltige Farbabfälle gelten als Sondermüll. Durch zahlreiche Optimierungs-Maßnahmen oder konsequente Produktstreichungen konnten wir die Entsorgungskosten dieser Farben in den letzten knapp 20 Jahren um über 80 % senken.
  • Sicherheit und Stabilität haben bei der Wahl der Farbbehälter Priorität. Dennoch optimieren wir auch diese kontinuierlich und testen aktuell innovative oder alternative Verpackungs­materialien.
  • Ein internes durchdachtes Dokumentenmanagement vermeidet den unnötigen Einsatz von Papier in Verwaltung, Einkauf und Produktion. So konnten wir den Papiereinsatz seit dem Jahr 2017 um 60 % verringern.

„Klar, unser Abwasser klären wir selbst.“

Gesetzlich verpflichtet sind wir dazu nicht, aber wir haben uns entschieden, die Kläranlage der Gemeinde zu entlasten. So reinigen wir die Abwässer aus Abfüllung und Produktion, bevor wir sie klar und pH-neutral dem lokalen Abwassersystem zuführen. Damit investieren wir pro 100 Liter hergestellte Farbe circa 2 € in den Wasserschutz.
 

„Natürliche Energie-Ressourcen nutzen.“

In Deutschlands ältester Künstlerfarbenfabrik stehen keineswegs Maschinen, die 180 Jahre alt sind. Kontinuierlich optimieren wir unsere Fertigungsmaschinen auch hinsichtlich des Energieverbrauchs. Vorteilhaft dabei ist, dass die Farben nicht durch energieintensives Erhitzen entstehen, sondern durch mechanisches Rühren.

In der großen KREUL Produktionshalle nutzen wir Tageslicht, das von mehreren Seiten durch große Fenster einstrahlt. Das spart nicht nur Strom, sondern schafft unseren Mitarbeitern auch eine angenehme Arbeitsumgebung.
 

„Paradies für Bienen, Vögel und Schmetterlinge.“

Wer KREUL in Hallerndorf besucht, staunt beim ersten Mal immer über die großen Grünflächen – vor allem über den Wildwuchs. Die Wiesen sind uns keineswegs egal – ganz im Gegenteil: Als Mitglied des Umweltpakts Bayern haben wir uns dazu verpflichtet, die Wiesen auf unserem Firmengelände nur einmal im Jahr zu mähen und dabei Blüh- sowie Samenreife-Zeiten zu beachten. Zusätzlich befindet sich ein 650 qm2 großes Biotop auf unserem Grundstück, in dem sich neben Bienen, Schmetterlingen auch seltene Vogelarten wohl fühlen.

Bereits seit über zwölf Jahren sind wir Mitglied des Umweltpakts Bayern und erneuern unsere Mitgliedschaft turnusmäßig. Damit wir Mitglied bleiben dürfen, müssen wir uns regelmäßig nach ISO 14001 zertifizieren lassen.

Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Freiwilligkeit, Übernahme von Eigenverantwortung beim Umweltschutz sowie kooperatives Handeln zählen seit der Erstunterzeichnung 1995 zum Grundverständnis des Charakters von Projekten und Erklärungen im Umweltpakt.

„Langjährige Beziehungen statt kurzfristige Auftragsvergaben.“

Viele unserer Rohstoff- oder Verpackungs-Lieferanten kennen wir schon viele Jahre. Sie wissen, worauf es uns ankommt und finden gemeinsam mit uns immer wieder alternative, nachhaltige Lösungen. Indem wir bei der Auswahl unserer Partner auf Qualität statt auf Kostenvorteile setzen, entsteht ein tiefes gegenseitiges Vertrauen.

Beispielsweise arbeiten wir in der Konfektionierung seit über 15 Jahren durchgehend mit einem Betrieb der Lebenshilfe zusammen – mit Aufträgen weit über die begünstigte Menge im Rahmen der Schwerbehindertenabgabe. So kann die Lebenshilfe langfristig planen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter identifizieren sich intensiv mit unseren Produkten. Die Hingabe zeigt sich in einer extrem geringen Reklamationsquote.
 

„Kommunikation, die ankommt und bleibt.“

Wenn wir Werbemittel produzieren, achten wir auf eine lange Nutzungsdauer. So hat unser Hauptkatalog eine Laufzeit von drei Jahren. Auch unsere Messestände sind so konzipiert, dass Möbel und Grundgerüst Jahr für Jahr wiederverwendet werden.

Die KREUL Warenpräsentationen für den Handel sind aus Metall und lassen sich einfach an aktuelle Sortimente anpassen – ohne, dass dabei viel Müll entsteht.




 

„Von Mensch zu Mensch. Von jung bis alt.“

Das Gestalten mit KREUL Farben ist ein kreatives Hobby für viele Menschen jeden Alters – und schenkt viele entspannte, glückliche Stunden.
Wir arbeiten seit vielen Jahren mit ausgewählten regionalen Kindergärten zusammen und schätzen das gegenseitige Lernen und Austauschen: Die Kinder erhalten spannende Einblicke in ein Wirtschaftsunternehmen, erfahren wo die Farben, mit denen sie malen, eigentlich herkommen und warum Malen so wichtig ist. Unsere Mitarbeiter probieren mit den kleinen Künstlern neue Ideen und Produkte aus und erleben den Härtetest an unseren Farben hautnah.
 

Ob Rohstoffe, Verpackungen, Verfahrensweisen, Rezepturen oder Anwendungen – für uns geht es Schritt für Schritt in die Zukunft. Wir tüfteln und bewerten, hinterfragen und analysieren. Das gute Gefühl immer fest im Blick als erste deutsche Künstlerfarbenfabrik. Für die Kinder, Künstler, Kreative der kommenden Generationen.